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B-1

Artikelnr..: 000630

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Beschreibung

Aufgabe und Funktion des Vitamin B1

Vitamin B1 ist für die Verbrennung von Kohlenhydraten unbedingt erforderlich, wobei es sich als Coenzym selbst verbraucht. Da Gehirn und Nervenzellen auf Energie aus Kohlenhydraten angewiesen sind, wirkt sich ein Thiamin-Mangel besonders auf alle Gehirn- und Nervenfunktionen aus. Vitami B1 ist auch für die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fette nötig.

Als Thiamindiphosphat (TDP, Coenzym von Decarboxylasen und Transketolase, auch Thiaminpyrophosphat (TPP) genannt) wirkt Vitamin B1 beim Abbau von Kohlenhydraten im Gehirn und in den Muskeln. Auch Kondition und Gedächtnis hängen von diesem Vitamin ab. Es ist für die Produktion von Magensäure notwendig. Es ist ein Coenzym für die Pyruvat-Dehydrogenase, einen Multienzymkomplex, welcher Pyruvat zu Acetyl-CoA umsetzt.

Vitamin B1 bei der Nahrungsmittel-Zubereitung

Vitamin B1 ist hitzeempfindlich, es wird durch Kochen zu ca. 40% zerstört. Vitamin B1 ist wasserlöslich, dadurch geht beim Kochen ein Teil des Vitamin B1 ins Kochwasser verloren. In rohem Fisch und Farnen ist das Enzym Thiaminase enthalten, das Thiamin abbaut und somit vernichtet.

Vitamin B1 Vorkommen

Pro 100 g der folgenden Lebensmittel sind die angegebenen Mengen Thiamin enthalten:
- 13,1 mg in Bierhefe
- 11,7 mg in Teff
- 2,2 mg in Sonnenblumenkernen
- 2 mg in Weizenkeimen
- 1,1 mg in Macadamianüssen
- 1 mg in Sojabohnen
- 0,8 bis 1,5 mg in Sesam
- 0,90 mg in Schweinefleisch
- 0,76 mg in Erbsen
- 0,65 mg in Haferflocken
- 0,60 mg in Rindfleisch
- 0,4 bis 0,7 mg in Vollkorngetreiden (Weizen, Gerste, Mais, Reis)
- 0,50 mg in Weißen Bohnen
- 0,20 mg in Löwenzahnsalat
- 0,10 mg in Hühnerfleisch
- 0,10 mg in Kartoffeln (gekocht)

Vitamin B1 Bedarf

- Frauen 1,1 mg/Tag
- Männer 1,3 mg/Tag

Vitamin B1 Mangelerscheinungen (Hypovitaminose)

Symptome:
- Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels und Nervensystems
- Reizbarkeit und Depressionen
- Müdigkeit, Sehstörungen, Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwäche, Muskelatrophie
- Blutarmut (Anämie)
- häufige Kopfschmerzen
- Gedächtnisstörungen (Korsakow-Syndrom), Verwirrungszustände
- Herzversagen, Ödem, niedriger Blutdruck, Kurzatmigkeit
- Verringerte Produktion von Antikörpern bei Infektionen
- gestörte Energieproduktion
- schwache Muskulatur (besonders die Wadenmuskulatur)

Folgen einer Vitamin B1 Überdosierung (Hypervitaminose)

Thiamin, bzw. Vitamin B1 besitzt eine große therapeutische Breite. So zeigen tierexperimentelle Befunde bei Ratten, dass selbst eine 100fach über dem täglichen Bedarf liegende Dosis Vitamin B1 über drei Generationen ohne Nebenwirkungen vertragen wurde. Nach parenteraler Verabreichung (= Spritzentherapie) in den Muskel bzw. in die Vene wurden allerdings in Einzelfällen teils schwerste Überempfindlichkeits-Reaktionen bis hin zu Atemnot und Schockzuständen beschrieben. Wegen dieser allergischen Reaktionen sollte Vitamin B1 daher nur in Ausnahmefällen parenteral gegeben werden, orale Therapie der Wahl zur Vitamin B1-Substitution ist das fettlösliche und dadurch hervorragend gewebegängige Thiamin-Prodrug Benfotiamin.

Geschichte des Vitamin B1

1882: erkannte der Japaner Kanehiro Takaki, dass die schon um 2600 vor Chr. in China bekannte Beriberi-Krankheit durch zweckmäßige Ernährung (aus dem Vitamin-B-Bereich) geheilt werden kann.
1897: wies der Nobelpreisträger für Medizin/Physiologie (Nobelpreis 1929) Christiaan Eijkman Vitamin B1-Mangeleffekte durch das Füttern von poliertem Reis nach und zeigte, dass durch die Verfütterung der Silberhäutchen (Kleie) des Reises der Mangel behoben werden kann. Wegen seiner Wirkung auf die Nerven wurde es zunächst Anti-Polyneuritis-Vitamin oder Aneurin (antineuritisches Vitamin) genannt.
1932: erhielt Vitamin B1 dann aber von Windaus wegen seines Schwefelgehaltes die Bezeichnung Thiamin, die heute der einzig zulässige Name ist.
1926: wurde das Vitamin B1 erstmalig von Jansen und Donath in kristalliner Form aus Reiskleie isoliert.
1936: wurde die Struktur von Vitamin B1 etwa gleichzeitig von R. R. Williams und Grewe aufgeklärt. Die Synthese erfolgte durch R. R. Williams 1936 und von Andersag und Westphal 1937.
1952: entdeckte die japanische Forschergruppe um Fujiwara das fettlösliche Thiamin-Prodrug Benfotiamin, mit dem sich hohe Thiaminspiegel in den Zielorganen erreichen lassen.

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